Reisezahlungsmittel – im Urlaub flüssig bleiben

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Wie komme ich im Ausland an Bargeld und welche Bankkarten gelten wo?

Sommer, Sonne, Urlaubszeit – egal ob es ins europäische Ausland geht oder ob  eine Fernreise geplant ist – wie man unterwegs bezahlt und an Bargeld kommt, darüber sollte man sich rechtzeitig informieren: Welche Zahlungsmittel werden vor Ort akzeptiert und – nicht zu vergessen – welche sind am kostengünstigsten?

Ein beliebtes Reisezahlungsmittel ist noch immer Bargeld in der Landeswährung. Für die Taxifahrt zum Hotel, für einen Kaffee nach der Ankunft oder um Trinkgeld geben zu können, sollte man möglichst bereits bei der Anreise einen kleinen Betrag parat haben. Erkundigen Sie sich rechtzeitig, in welcher Bankfiliale die gewünschte Währung vorrätig ist. Alternativ kann man bei der ReiseBank Fremdwährungen auch bestellen und direkt nachhause  liefern lassen.

Wer sich noch nicht zuhause eingedeckt hat, findet bei der Ankunft an allen Flughäfen und größeren Bahnhöfen Geldautomaten – dort Geld abzuheben ist meist günstiger, als in Wechselstuben oder Hotels umzutauschen, die häufig einen schlechteren Kurs anbieten und zusätzliche eine Wechselgebühr erheben. Übrigens: Geben Sie Bargeld in Fremdwährung am Ende der Reise möglichst restlos aus, den das Zurücktauschen verursacht Kursverluste und verschlingt zusätzliche Gebühren. In einigen Ländern ist die Ausfuhr von Landeswährung sogar verboten!

Tipps
Drucken Sie sich vorab eine Währungstabelle zum Mitnehmen aus, jeweils aktuelle Tabellen finden Sie hier.

Besitzer von Smartphones können sich eine Währungsrechner-App installieren: Beispielsweise „My Währung“  oder den kostenlosen „Currency Converter“, der auch offline funktioniert.

Informationen zu Währungen, Kartenakzeptanz und Devisenbestimmungen Ihres Reiseziels finden Sie hier.

Innerhalb Europas können Sie in Geschäften, Restaurants und Hotels mit Ihrer Bankkarte mit V-Pay bezahlen – in Ländern mit Euro-Währung ist das kostenlos. In anderen Ländern ist eine Gebühr von 1  bis 1,85 Prozent des Zahlungsbetrags üblich. Auch für das Abheben am Geldautomaten fallen Kosten an – in welcher Höhe erfahren Sie bei Ihrer Bank. Dazu können allerdings noch Gebühren des Automatenbetreibers kommen – diese werden während des Vorgangs oder durch einen Aufkleber am Automaten angezeigt. Wo die V-Pay-Karte überall akzeptiert wird, können Sie hier überprüfen. Mit einer Maestro-Karte kann man auch außerhalb Europas bezahlen, allerdings ist sie nicht ganz so sicher, weil bei ihr die Daten auch über den Magnetstreifen ausgelesen werden können – viele Banken haben deshalb inzwischen auf V-Pay umgestellt.

Auf Fernreisen sollten Sie unbedingt eine Kreditkarte dabei haben, denn diese wird weltweit sowohl zur Kartenzahlung als auch am Geldautomaten akzeptiert. Sie ist außerdem sehr sicher und ihre Bank übernimmt Schäden durch Betrugsversuche, wenn Sie den Verlust der Karte sofort melden und nicht grob fahrlässig gehandelt haben. Wer seine Kreditkarte unterwegs verliert, erhält kurzfristig Ersatz und ist somit schnell wieder flüssig.

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Beim Geld abheben am Automaten fallen im Ausland meistens Gebühren an.

Die fälligen Gebühren variieren je nach Anbieter, üblich sind zwischen ein und zwei Prozent des Betrags bei Zahlungen in Fremdwährung. Das Abheben am Automaten oder am Schalter ist wesentlich teurer: Zu den ein bis vier Prozent Umrechnungsgebühr kommt meist noch eine Cash-Gebühr. Sie sollten sich also unbedingt vor Reiseantritt bei Ihrer Bank informieren, welche Gebühren jeweils anfallen. Einige Banken bieten eine bestimmte Anzahl konstenloser Bargeld-Abhebungen pro Jahr an, so können Sie beispielsweise mit der Visa GoldCard der Volksbank Freiburg fünfmal im Jahr kostenlos im Ausland am Automaten Bargeld abheben.

Häufig benötigt man die Kreditkarte schon im Vorfeld der Reise, beispielsweise bei der Buchung von Hotelzimmern oder Mietwagen. Auch Kautionen – beispielsweise für eine Ferienwohnung – können Sie mit Hilfe der Kreditkarte hinterlegen. Neben der klassischen Kreditkarte, bei der die Umsätze nur einmal im Monat abgerechnet werden und mit der Sie somit tatsächlich einen kurzfristigen „Kredit“ bekommen, gibt es inzwischen weitere Varianten: Bei der Kreditkarte mit festem Budget kann man nur über einen Betrag verfügen, den man zuvor auf die Karte eingezahlt hat. Sie wird auch an Personen ohne regelmäßiges Einkommen, wie beispielsweise Schüler und Studenten ausgegeben. Auch bei einer Debit-Karte wird jede Ausgabe direkt mit dem Kontoguthaben verrechnet, in der Regel ist das ein Girokonto.

Karten sperren
Wenn Bank- oder Kreditkarten unterwegs verloren gehen oder gestohlen werden, sollten sie die Karten schnellstmöglich sperren, um Missbrauch zu verhindern.

Unter der Nummer 116 116 (aus dem Ausland: +49 116 116) können Karten aller Bankinstitute gesperrt werden.
Weitere Notrufnummern und Service-Hotlines finden Sie hier.

Viele Kreditkarten enthalten Versicherungsleistungen, die insbesondere auf Reisen sehr nützlich sind, wie beispielsweise eine Auslandsreisekranken- oder Reiserücktrittsversicherung. Vergleichen lohnt sich: Wer regelmäßig reist, für den hat sich die für die Kreditkarte fällige Jahresgebühr im Vergleich zu separat abgeschlossenen Versicherungen meist schnell amortisiert.

Aufgrund der vielen Alternativen werden Reiseschecks heute kaum noch verwendet – sie sind aber noch immer ein sicheres Mittel, um überall auf der Welt an Bargeld zu kommen. Bei Verlust erhält man innerhalb von 24 Stunden kostenlosen Ersatz. Reiseschecks sind unbegrenzt gültig – nicht verwendete Schecks kann man also einfach bis zum nächsten Urlaub aufbewahren.

Weitere Informationen zum Thema Bezahlen im Ausland finden Sie hier.