Reisetipp: Tulpen aus Amsterdam

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Amsterdam lohnt sich zu jeder Jahreszeit

Schon am Flughafen empfangen einen Geschäfte mit umfangreicher Auswahl an Tulpenzwiebeln jeder Art und Preisklasse und bei der kurzen Fahrt mit dem Zug in die Innenstadt wird schnell klar, dass Amsterdam seinem Image als holländisches Venedig mit bunter Kultur nicht nur im Frühling zur Tulpenblühte gerecht wird. Angekommen am Hauptbahnhof, umgeben von kleinen und größeren Kanälen, ist man mit wenigen Schritten mitten drin im quirligen Leben der engen Gassen.

Längst wurden die einst vielzähligen Coffee-Shops mit ihren Marihuana-Angeboten von trendigen Läden und schrägen Bars verdrängt, auch der legendäre Rotlichtbezirk nahe beim Bahnhof erinnert eher an ein Freilichtmuseum mit ein paar Darstellerinnen in hochhackigen Schuhen und etwas freizügigerer Kleidung. Harmlos aber trotzdem noch ein bisschen verrucht.

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Eine Tour durch die wunderschönen Grachten sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen

Gleich hinter der kleinen Lasteroase beginnt dann aber auch schon das klassische Amsterdam mit seinen kleinen und großen Wasserwegen, Grachten genannt, und seinen vielen hübschen Häusern, die vom Geschmack und Reichtum der einstigen Erbauer zeugen, die ihr Geld im internationalen Seehandel machten. Viele der Bauwerke sind heute aufwendig renoviert und beherbergen schicke Läden oder einfallsreiche Hotels. Auch gewohnt wird noch in vielen der Gebäude was dafür sorgt, dass man ein sehr urbanes Gefühl hat.

Es lohnt sich, die Stadt auch einmal vom Wasser aus zu betrachten. Mit dem Boot oder Ausflugsschiff geht es durch die Grachten und unter teilweise abenteuerlich engen Brücken hindurch. Vorbei an Hausbooten und durch Schleusen, die dafür sorgen, dass Amsterdam bei Ebbe nicht austrocknet. Das gilt auch für den Abend in einer der vielen Kneipen, in denen man bei Bier schnell mit den Einheimischen ins Gespräch kommt. Wenn man als Deutscher das Thema Fußball ausklammert, wird man feststellen, dass die Amsterdamer weltoffen und kommunikativ sind.

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Und so erhält man dann ohne Probleme eine Empfehlung fürs Abendessen. Zum Beispiel in einem der wirklich hervorragenden indonesischen Restaurants, welche in Amsterdam auf Grund der holländischen Kolonialgeschichte authentische Küche bieten, die man sonst nirgendwo in Europa finden kann. Eine Spezialität sind Reisplatten – genannt Rijsttafel – mit verschiedenen Gerichten, die immer schärfer werden.

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Nicht nur die Tulpen geben Amsterdam Farbe – auch achitektonisch gibt es einiges zu entdecken

Ist man beim letzten Gericht angekommen, wird der Hinweis der Bedienung spürbar: Der Mund brennt wie Feuer. Aber nur kurz, denn die Gewürze sind fein abgestimmt und die Schärfe verfliegt schon bald. Was bleibt ist ein satter Bauch und die Lust, noch einen Tipp aus der Kneipe auszuprobieren. Mit ein bisschen Fragen wird die kleine Bar im Hinterhof eines der großen Kaufmannshäuser gefunden und durch einen schweren Samtvorhang betritt man einen kleinen Raum, der voller verrückter Leute ist. Die Cocktails sind lecker und die Stimmung gelöst.

Über die Magre Brugg, eine Zugbrücke über eine breite Gracht, geht es zurück in die Unterkunft – ein bisschen Schlaf muss sein, denn es gibt noch so viel zu entdecken: Tolle Kunst von van Gogh bis moderner Kunst im gerade renovierten Stedelijk-Museum oder spannende Architektur. Straßenmärkte mit Antiquitäten, Blumen oder buntem Krimskrams. Oder einen Ausflug ans Meer mit Sandstrand und Sonnenbad. Das alles ist in Amsterdam kein Problem und wer sich traut, kann sich sogar in den irren Fahrradverkehr stürzen – aber Vorsicht, hier hört das Verständnis der Einheimischen für den unbedarften Touristen auf. Also am besten zur Fuß oder auf dem Wasser durch die Stadt. Auch so kann man alles gut erreichen und sieht dabei mehr, als wenn man von ärgerlichen Radlern gejagt wird…

Autor: Magnus M. Gees